Sonntag 6. Juni 2010 | Anna | Hingabe | Kommentare (1)

AMD – Und dann?

Marcel OstertagNach Undine folgt nun Annette. Sie lebt mittlerweile in München und hat vorher in Düsseldorf Mode -und Designmanagement studiert. Annette hat bei Marcel Ostertag ihren Traumjob gefunden.

Warum hast du dich gerade für einen Job bei Marcel Ostertag entschieden?

Während meines Studiums hatte ich immer mal wieder über Marcel Ostertag gelesen und seine Mode hat mich begeistert. Extravagant und doch tragbar, genau wie ich es mag. Mein Praktikum in seinem Team hat meine Vorstellungen dann mehr als erfüllt. Ich konnte viele verschiedene Bereiche meines Mode- und Designmanagement-Studiums einbringen, umsetzen und auch weiter ausbauen. Und ein weiterer sehr wichtiger Punkt für mich: Man ist Teil des Labels und arbeitet Hand in Hand.

Seit wann arbeitest du für Marcel Ostertag?

Ende 2008 habe ich bereits ein dreimonatiges Praktikum, das Teil meines Studiums gewesen ist, bei Marcel Ostertag absolviert. Seitdem haben wir immer Kontakt gehalten und uns immer mehr angefreundet. Nachdem ich mein Studium im Dezember 2009 abgeschlossen habe, besuchte ich Marcel in München und er fragte mich, ob ich Lust und Zeit hätte ihn spontan im Team zu unterstützen. Somit bin ich seit dem 02.01.2010 wieder Teil seines Labels.

Was gefällt dir besonders an deinem Job?

Dass ich viele meiner Fähigkeiten einbringen kann und auch immer noch neue Erfahrungen machen kann. Aber natürlich auch, dass wir ein kleines Team sind, das Hand in Hand arbeitet und immer viel zu lachen haben bei der Arbeit, auch noch, wenn es mal wieder drunter und drüber geht, weil so viel zu tun ist.

Wo könntest du dir noch vorstellen zu arbeiten?

Schwer zu sagen. Aber zurzeit kann ich es mir überhaupt nicht vorstellen in einem großen Unternehmen zu arbeiten, in dem ich immer nur ein und dieselbe Tätigkeit ausüben würde.

Wusstest du schon während deiner Zeit auf der AMD, was für einen Job du später machen willst?

Ich wusste, dass ich gerne im Designbereich in einem kleinen Team arbeiten würde. Nach meinem Praktikum bei Marcel Ostertag war dann klar, dass das mein Traumjob ist und ich gerne nach dem Studium bei ihm arbeiten möchte.

Was bewunderst du an Marcel Ostertag?

Zum einen bewundere ich an ihm, mit welcher Leichtigkeit er eine so harmonische Kollektion aufs Papier bringt, die immer wieder ganz anders ist als die vorangegangene und trotzdem seinem Stil treu bleibt. Zum anderen sein Durchhaltevermögen und seine Zielstrebigkeit. Als kleines Label muss man sich auf dem Modemarkt durch harte Zeiten kämpfen. Seine Leidenschaft für seinen Beruf, die ihn immer wieder motiviert weiterzumachen, ist wirklich bewundernswert.

Gibt es ein Erlebnis, das du nie vergessen wirst?

Da gibt es viele. Eines davon war in meinem Praktikum. Ich muss ein kleinwenig ausholen. Wenn wir Schnitt und Passformproben von einem Teil fertig haben, schneiden wir es im Originalstoff zu und geben es zu unserer Schneiderin, die dann die Prototypen näht. An jedem Schnitt gab es immer Kleinigkeiten zu ändern, die erst beim Nähen aufgefallen waren. Ich hatte nun meinen ersten Schnitt gemacht – dadurch, dass ich Designmanagement studierte, waren meine Kenntnisse in der Schnittentwicklung sehr begrenzt – und wartete gespannt, dass die Schneiderin das Ergebnis meiner Arbeit brachte. Als sie kam, fragte sie: „Marcel, wer hat diesen Schnitt gemacht? – Der ist perfekt!“. Das war für mich ein kleines Erfolgserlebnis, das ich nie vergessen werde. Die kleine Managerin – wie Marcel mich manchmal betitelte – hatte es geschafft, sich im Designbereich durchzusetzen.

Wie eng arbeitest du mit Marcel Ostertag zusammen?

Meine Zusammenarbeit mit Marcel ist sehr eng. Seit ich nach meinem Studium wieder bei ihm angefangen habe, wohne ich mit ihm im gleichen Haus. Daher kommt es auch schon mal vor, dass wir auch abends nach Geschäftsschluss noch an dem einen oder anderen Projekt arbeiten. Und mittlerweile sind wir sehr gute Freunde geworden.

Inwiefern kannst du dich und deine Ideen selbst mit einbringen?

Marcel weiß genau, was er will und bleibt seinem Stil immer treu. Trotzdem ist er auch immer offen für Vorschläge und Ideen von uns und legt auch viel Wert auf die Meinung seines Teams. Bei der Schnittentwicklung der einzelnen Teile bringt jeder etwas von sich selbst mit ein, da hat jeder seine eigene Handschrift. Bei der Auswahl der Stoffe können wir uns auch stets mit einbringen.

Erzähl mal, wie war es die Fashion Week vorzubereiten und mitzuerleben?

Beim ersten Mal war es total aufregend. Ich hatte ja keine Vorstellung wie es hinter den Kulissen so abläuft. Es ist auf jeden Fall sehr stressig und oft hektisch, dadurch dass nicht immer alles auf Anhieb klappt und oft alternative Lösungen schnell gefunden werden müssen. Mittlerweile ist man etwas routinierter und gelassener, da man den Ablauf kennt und weiß, was zu tun ist. Und das Gefühl, wenn das letzte Model vom Laufsteg ist, alles gut gegangen ist und die Leute begeistert sind, ist der Wahnsinn.

Was ist deine größte Sehnsucht?

Auf meinen Job bezogen, dass das Label Marcel Ostertag weiter wächst und vielleicht den internationalen Durchbruch schafft und wir bald auf den großen Schauen in Paris und Mailand die Kollektionen präsentieren können.

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Ein Kommentar zu “AMD – Und dann?”

  1. Nils sagt:

    Weiter so Annette! Bist auf dem richtigen Weg…
    Bis zur FW und zur Eröffnung

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