Sehnsucht nach glücklichen Tagen

Superhelden zu Gast bei Prada
In Krisenzeiten greifen wir zu Mickey & Marc
Seilspringen, Superman spielen, Schneeballe schmeißen – Kind sein ist einfach schön! Wir hatten keine Verantwortung und unsere größte Sorge war, dass wir diesen Geburtstag wieder nicht das langersehntes Pony bekommen könnten. Ein großes Schokoladen-Eis und ein Hello-Kitty-Pflaster konnten jedes unserer Probleme lösen. Dieses Gefühl der Geborgenheit und Unbefangenheit vermissen wir im grauen Erwachsenen Alltag. Mit kindlichen Accessoires versuchen wir es uns zurück zu holen.
Ob Mäuschen-Schuhe von Marc Jacobs oder Superhelden-Anhänger von Prada – das Kindchen-Schema hält Einzug in die Modewelt. Tüllröcke, Schleifen, Herzchen-Drucke – bringen den Geschmack von Zuckerwatte zurück. Batman, Superman und Catwoman – die Helden unserer Kindheit schaffen den Sprung vom Comicheft aufs T-Shirt. Der Trend zur Infantilisierung ist unübersehbar! Wie kommt das? Warum wollen wir wieder Kind sein? Konnte es uns früher nicht schnell genug gehen mit dem Erwachsenwerden? 12 Jahre – endlich alt genug um alleine ins Kino zu dürfen. 15 Jahre – endlich alt genug um das erste Mal ausgehen zu dürfen. 18 Jahre – endlich alt genug zum Autofahren! Und jetzt? Warum sind wir nie zufrieden? Ganz einfach: Wir sehnen uns immer nach dem, was wir nicht haben können. Das ist unsere Motivation, unser Antrieb. Und in Krisenzeiten wie diesen ist eine heile Welt eben genau das, was wir nicht haben können. Die haben wir zuletzt in der Kindheit erlebt. Deshalb schauen wir so gerne zurück.



