Was der Himmel sagt

Kilian Kerner F/W 2010
Mit seiner zehnten Kollektion lässt Kilian Kerner das Publikum in sein Innerstes schauen. Wichtige Entscheidungen, prägende Erlebnisse, bewegende Momente – „Was der Himmel sagt“ ist eine Mischung aus Emotionalität und Rationalität.
Die Show beginnt mit der Performance der Band Mor/La/Peach. Der für Kilian Kerner geschriebene Song „Was der Himmel sagt“ zaubert Gänsehautfeeling und bringt die Zuschauer in eine melancholische Stimmung. Doch dieses Gefühl hält nicht lange an. Harte Bässe kündigen die rationale Seite Kilian Kerners an: Scharfe Linien, gepaart mit weichen Stoffen. Samt wird mit glitzernden Streifen noch glamouröser. Bodenlange Roben, ein Sakko mit Reißverschlüssen. Alles in Schwarz.
Plötzlich verändert sich das Gefühl. Die Musik wird weicher. Satinkleider. Empirelinie. Lange Schleppen und Schleifen. Verschiedene Korsagen aus Leder wirken cool und elegant zugleich. Da ist sie, Kilian Kerners emotionale Seite.
Die Männer schlüpfen in Hosenanzüge mit großen Knöpfen, dreireihige Trenchcoats und Latzhosen. Die Hosen erscheinen in elegantem Silber und Grau. Ein tiefer Schritt vermittelt Lässigkeit. Die Männer steckt Kilian Kerner in lockere Pullover aus Nicki und Samt. Dazu kombiniert er Lederjacken mit feinen Streifen.
Passend zu seiner Kollektion hat Kilian Kerner Tücher aus Vintagestoffen in verschiedenen Mustern entworfen. Zusammen mit edlen Mänteln aus Cashmere wird es im nächsten Winter also kuschelig warm.
Das 2004 gegründete Label Kilian Kerner ist vor allem bekannt für seine schmalen Silhouetten, Asymetrie und einen Mix aus den verschiedensten Materialien.
Bevor Kilian Kerner seine Liebe zur Mode und zum Design entdeckte, besuchte er Schauspielschulen in Köln und Berlin. 2002 beschäftige sich der Designer das erste Mal damit, “Kleidungsstücke zu bearbeiten”. Wenn man Kilian Kerner, der nie eine Modeschule besucht hat, nach seiner Ausbildung fragt, bekommt man als Antwort: “Learnig by Doing“. Scheinbar keine schlechte Strategie, denn das Label etablierte sich schon in den ersten drei Jahren auf dem internationalen Markt.








